Hühnerkopf

György Spiró:
Hühnerkopf (Tacamuri de pui)

Übersetzung: Anna Scarlat

„Mein Stück, Der Hühnerkopf, ist sehr ideologisch begründet. Es ist ein Wunder, dass daraus trotzdem ein Bühnenwerk wurde. Der Grundgedanke ist, dass die alte Frau von demjenigen erschlagen wird, den sie am meisten liebt. Es handelt sich hierbei um eine sehr menschliche Geschichte, um eine echte tragische, griechische Grundidee. Aber als entschieden wurde, in welcher Gegend ich diese Geschichte spielen lassen werde - in der heutigen, ungarischen – habe ich gedacht, es schadet nicht, wenn ich zeige, dass alles in der heutigen ungarischen Gesellschaft dysfunktional ist. Die Liebe funktioniert nicht, die Macht funktioniert nicht, die Religion funktioniert nicht, die Familie funktioniert nicht, die Arbeit funktioniert nicht – nichts funktioniert."

Hühnerkopf ist emblematisch für die ungarische Dramenliteratur der ’80er Jahre. Im Hintergrund der Handlung steht der Alltag des damals schon langsam verödeten Sozialismus: eine alte Frau wird in einem Mietshaus im Vorort ermordet. Zuvor wurde auch ihre Katze getötet. Die brutale Geschichte wirkt durch die realistische Sprache, vor allem durch die harten Worte und Schimpfworte, noch schockierender.
 

Besetzung:

Alte Frau / Batrana: Ioana Grigoriu; Junge / Piciul: Radu Campean; Kumpel / Amicul: Sebastian Balasoiu; Frau / Femeia: Antonia Micu; Vater / Tatal: Liviu Cheloiu; Lehrer / Profesorul: Corneliu Jipa; Schülerin / Eleva: Gratiela Teohari; Mutter - Schülerin / Mama - Eleva: Delia Lazar; Funktionär / Functionara: Miruna Vaju; Polizist 1. / Politist: George Buica; Polizist 2. / Politist: Andrei Mihai

Regie: Florin Gabriel Ionescu

eine Vorstellung in rumänischer Sprache

www.tonybulandra.ro
 

 

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