Eines Tages besucht Gerichtsrat Walter das Dorf Huisum, damit er sich auch persönlich davon überzeugen kann, ob der Lauf der niederländischen Justiz wirklich ihren richtigen Weg bestreitet. An einem Gerichtstag reicht Frau Martha Rull beim Dorfrichter Adam Klage gegen den Bräutigam ihrer Tochter, Ruprecht ein: er habe ihren alten, wertvollen und von ihren Vorfahren geerbten Krug zerbrochen. Rupi weist die Anschuldigung von sich, Eve, die Tochter schweigt. Der Prozess gestaltet sich durch die Erzählungen der Zeugen immer komplizierter und es gibt weitere zu beantwortende Fragen: Wer hat Eve an dem Abend als der Krug zerbrochen wurde besucht? Wo hat Dorfrichter Adam seine Perücke verloren? Warum will Eve kein Geständnis ablegen? Oder hat vielleicht der Teufel höchstpersönlich dem Dorf heimgesucht? Natürlich wird die Wahrheit am Ende der Geschichte ans Licht kommen. Dies ist eine spannende Geschichte aus dem Leben der Niederlande im 18. Jahrhundert, voll bravouröser Sprachwitz und gewürzt mit meisterhaften Karakteren. Das Publikum hat in diesem Saison das erste Mal die Möglichkeit, sich ein Kleist-Stück auf der Bühne der DBU anzuschauen.