In dem Einakter „Die Kleinbürgerhochzeit“ von Bertolt Brecht aus dem Jahre 1919 beginnt das Ende einer Hochzeitsfeier schon an ihrem Anfang: Das Brautpaar sitzt im eigenen Haus mit sieben Gästen an der Festtafel. Der Brautvater erzählt unaufhörlich Geschichten, deren Pointen er regelmäßig verpatzt, Braut und Bräutigam zeigen sich genervt von Vaters Anekdoten. Mit der Zeit schleichen sich immer mehr Misstöne in die gelangweilte Festgesellschaft. Die ganze Feier wird zu einer Farce, bei der nicht nur sämtliche, vom Ehemann selbst geschreinerte Möbel, sondern auch der gute Ruf des Brautpaares, und auch die scheinbar idyllische Welt des Spießbürgertums zerstört werden. In der aktuellen Inszenierung der DBU wird die Kleinbürgerhochzeit vom gesamten Ensemble und dem Musiker József Ric als zeitlose ironische Slapstickkomödie mit vielen musikalischen Einlagen dargeboten.
Die Vorstellungen werden mit der Genehmigung von "Suhrkamp Verlag GmbH & Co. KG" durch die Vermittlung von Hofra GmbH(www.hofra.hu) aufgeführt.