Büchner war 20 Jahre alt, als er 1836 Leonce und Lena schrieb. Jung, rebellisch und extrem unzufrieden mit der verkrusteten kleinstaatlichen Gesellschaft und dem Zeitgeist der Romantik. Und Kinder dieser Zeit sind auch seine Figuren: Prinzessin Lena und Prinz Leonce sind beide Kinder solcher Kleinstaatenkönige, beide reich und haben „die schreckliche Arbeit, nichts zu tun”. Lena’s Lebensinhalt besteht aus kitschiger Naturromantik und dem Warten auf den Traumprinzen, während Leonce die Liebe im Ganzen lächerlich findet. Als Lena und Leonce erfahren, dass sie – ohne sich zu kennen – heiraten sollen, beschließen beide – unabhängig voneinander – zu fliehen. Sie treffen sich prompt unterwegs und verlieben sich ineinander. Ohne zu wissen, wer der jeweils andere ist, beschließen sie, zu heiraten. Nur wie soll das gehen? Zum Glück hat Valerio, der Diener und Freund des Prinzen, die rettende Idee…